Altersdiversität: Wenn Generationen aneinander vorbeireden und gut gemeint nicht automatisch gut ankommt
Titel: „Altersdiversität: Wenn Generationen aneinander vorbeireden und gut gemeint nicht automatisch gut ankommt“
Speaker*innen: Verena Arps-Roelle & Sebastian Arps
Datum: 07. April 2027
Uhrzeit: 11:00 - 12:30
Anmeldung unter diesem Link: https://e4e.corsizio.com/register/6a7db6343dcf3f1b50d85e0e
Inhalt:
Die Generation von heute ist einfach sensibler…" „Die älteren Kollegen bringen mehr Ruhe rein." „Dafür bist du zu jung!"
Solche Sätze fallen täglich – in Meetings, in Feedbackgesprächen, am Kaffeeautomaten. Und sie zeigen ein Problem, das kaum jemand als Problem erkennt: Zuschreibungen nach Alter schränken ein, egal ob negativ oder wohlwollend gemeint. Sie legen fest, wer angeblich was kann, wer angeblich was nicht mehr kann und wer sich erst noch beweisen muss.
In diesem Modul räumen wir mit der Illusion auf, dass gute Absicht automatisch vor schlechter Wirkung schützt. Wir nehmen typische generationenbezogene Aussagen auseinander und zeigen, was sie im Kontext von Altersdiskriminierung (Ageism) tatsächlich bewirken – bewusst in alle Richtungen, denn Ageism trifft nicht nur eine Generation:
- 45 Prozent der Befragten in Deutschland wurden bereits altersbedingt benachteiligt, auffällig häufig auch jüngere Beschäftigte (Statista, 2025).
- 42 Prozent der über 50-Jährigen mit Diskriminierungserfahrung erhielten Aufgaben unterhalb ihres Anforderungsprofils, 31 Prozent keine Weiterbildungsangebote mehr, 26 Prozent wurden bei Beförderungen übergangen (Stepstone, 2024).
- In 57 Prozent der Fälle geht altersbedingte Ausgrenzung von Führungskräften selbst aus (Antidiskriminierungsstelle des Bundes, 2025).
Dahinter steckt Unconscious Bias: unbewusste Denkmuster, die entscheiden, wem wir zutrauen mitzuhalten – und wem nicht.
Nach diesem Vortrag werden die Teilnehmenden:
- erkennen, wo Absicht und Wirkung in der eigenen Kommunikation auseinanderfallen,
- verstehen, wie Unconscious Bias generationsübergreifende Zusammenarbeit unbewusst sabotiert,
- konkrete Formulierungsalternativen kennen und auf Mikroaggressionen reagieren können, statt sie zu überhören.
Für eine generationssensible Kommunikation, die im Alltag wirklich trägt.
Kursleiter
Verena Arps-Roelle & Sebastian Roelle
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